Interreligiöse Studien

Jerusalem im 20. Jahrhundert: Zwischen religiösem Mythos und politischer Realität

Dienstag, 10.03.2020

Jerusalem besitzt bei den drei monotheistischen Religionen Christentum, Islam und Judentum seit ihren Anfängen eine hohe symbolische Bedeutung als "heiliger Ort". Im 20. Jahrhundert erfuhr diese religiöse Aufladung eine zusätzliche politische Relevanz: Jerusalem wurde das zentrale Symbol für die jüdisch-nationale Bewegung "Zionismus". Parallel dazu entwickelte sich auch ein arabisch-palästinensischer Nationalismus, der Jeruslaem (arabisch: Al Qods) ebenfalls als Hauptstadt eines unabhänigen Palästina einforderte. Mit der Unabhänigkeitserklärung Israels 1948 wurde zunächst der Westteil der Stadt zur offiziellen Hauptstadt des jüdischen Staates erklärt. Seit dem Sieg Israels im Sechstagekrieg 1967 ist Jerusalem die vereinigte Hauptstadt Israels. Dieser Anspruch wird jedoch nur von wenigen Staaten formell anerkannt. International wird der Anspruch der muslimischen und christlichen Palästinenser Teile Jerusalems zu besitzen, weiter anerkannt. So bleibt der politsche Status der Stadt auch in der Gegenwart höchst umstritten und entzündet sich nicht selten am sogenannten Tempelberg, den sich Juden und Muslime als zentrlae religiöse Stätte teilen.

Dozierende(r): Dr. Daniel Gerson
10.03.2020:14:15 - 16:00
Ort: Seminarraum F 002
Unitobler
Lerchenweg 32-36

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