Theologie

Johannesevangelium

Mittwoch, 11.03.2020

Nach den synoptischen Evangelien bietet das "geistliche Evangelium" (Klemens von Alexandrien) einen völlig neuen Entwurf der Geschichte Jesu. Als fleischgewordener göttlicher Logos macht Jesus den Gott, den keiner jemals gesehen hat (Joh 1,18) sichtbar, spürbar. Was so entsteht, ist ein faszinierendes Rätsel aus Spiritualität und Körperlichkeit, das diejenigen, die es fesselt, in den Glauben an den lebendigen und Leben stiftenden Gott hineinzieht. Die exegetische Vorlesung bietet eine fortlaufende Auslegung des Vierten Evangeliums, das über die Geschichte der Theologie hinweg in gleicher Weise begeistert und inspiriert wie irritiert hat. In einer schwerpunktmäßig synchronen Lektüre, die theologische und literarische Linien hervortreten lässt, werden vertiefend Einzelpassagen und –themen herausgegriffen. Dabei wird die Motivik körperlich-sinnlicher Wahrnehmung eine besondere Rolle spielen. Vertiefte Analysen einzelner Perikopen und Kapitel des Evangeliums und eine Interpretation der literarischen Gesamtgestalt, des Aufbaus, der Sprache und Theologie greifen ineinander. Das Evangelium sollte vor Beginn des Semesters einmal ganz gelesen sein (am besten mit Blick in den griechischen Text!) Literatur: R. Bultmann, Das Evangelium des Johannes (KEK 2), Göttingen 21. Aufl. 1986. U. Schnelle, Das Evangelium nach Johannes (ThHK 4), Leipzig 4.Aufl. 2009. Eine Auswahlbibliographie wird zu Beginn der Vorlesung verteilt und begleitend zur Vorlesung erweitert.

Dozierende(r): Prof. Dr. Rainer Hirsch-Luipold
11.03.2020:08:15 - 10:00
Ort: Seminarraum F 001
Unitobler
Lerchenweg 32-36

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